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Der Ursprung

Die Royal Rangers sind auf eine Initiative der Assemblies of God in Amerika entstanden. Die Verantwortlichen der Assemblies of God entschlossen sich 1961 zum Beginn eines Arbeitszweiges für Jungen. Dieser sollte die Jungen begeistern, Bewegung bringen, spannend sein und ihnen gleichzeitig die biblischen Werte nahe bringen. Bald wurde John Henry Barnes (Johnnie), ein Jugendpastor aus Texas, gefunden und mit der Entwicklung der Arbeit beauftragt.

Johnnie Barnes wurde am 16. August 1927 in Alvord, Texas, als sechstes von sieben Kindern geboren. Mit 19 Jahren bekehrte er sich bei einer Zeltevangelisation der Methodisten. Er begann, als Pfadfinderleiter in seiner Heimatstadt mitzuarbeiten. Johnnie besuchte das Texas Wesleyan College in Fort Worth, wurde dann Pastor und sammelte viele praktische Erfahrungen mit jungen Menschen.

Als die Einladung zur Assemblies of God Zentrale nach Springfield kam eine Arbeit für Jungen aufzubauen, freute er sich sehr. Doch wegen starker Zweifel ging er für viele Tage ins Gebet. Eines Nachts spürte er, wie Gott ihm sagte, dass dies die Aufgabe sei, für die er ihn sein Leben lang vorbereitet hatte. Daraufhin zog Johnnie mit seiner Familie begeistert nach Springfield, um die Royal Rangers-Arbeit konzeptionell aufzubauen.

Von allen Ansätzen der Jugendarbeit der damaligen Zeit erschien Johnnie das Pfadfindertum mit seiner Erlebnispädagogik den Bedürfnissen der Jungen am meisten gerecht zu werden. Zuerst befasste er sich mit den Grundsätzen und der Struktur der Arbeit. Nach langem Überlegen in einer Arbeitsgruppe kam Charles W. H. Scott auf den Namen für die Pfadfinderarbeit: „Royal Rangers“. Das Logo für die Arbeit schien direkt von Gott zu kommen, denn mitten in der Nacht wachte Johnnie auf und hatte eine Idee. In wenigen Minuten zeichnete er das komplette Emblem mit den Farben und dazugehörigen Bedeutungen. Bei der Entwicklung des Programms entschied man sich auch für die Kluft. Sie wurde als wichtiges Element gesehen, da sie die Einheit einer Gruppe zeigt und robust genug für draußen ist.

Im September 1962 konnte die Arbeit offiziell gestartet werden, zunächst mit den beiden Altersgruppen „Pioneers“ (9–11-jährige) und „Trailblazers“ (12–14-jährige). Das Programm wurde mit großer Begeisterung von den Jungen aufgenommen, so dass bereits 1966 die Arbeit auch in Australien gestartet werden konnte. Viele weitere Länder folgten.

Deutschland

Nachdem die Royal Rangers sich in den USA und international immer weiter verbreiteten, wurden sie durch die Initiative des amerikanischen Pastors Paul Williscroft nach Deutschland gebracht. Er lud 1979 Johnnie Barnes nach Deutschland ein, um die Royal Rangers-Arbeit auf der Pastorenkonferenz des BFPs (Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden) vorzustellen.

Der Jugendpastor Hans Reimann begann daraufhin 1980 eine Projektgruppe der Royal Rangers in der Freien Christengemeinde Bremen, um die Arbeit kennenzulernen und auszuprobieren. Neben Jungengruppen entstand kurz darauf auch eine Mädchengruppe. Erster Bundesleiter wurde 1981 Pastor Richard Breite aus Bremen. So konnte dann die Royal Rangers-Arbeit offiziell vom 17.–20. September 1981 mit dem ersten „Trainingslager“ für Leiter, dem NTC, beginnen. Mit bei dieser Gruppe waren neun Schweizer, die zu den Gründern der Royal Rangers-Arbeit in der Schweiz wurden.

Schon im Mai 1982 wurde in der Lüneburger Heide bei Schneverdingen das erste Pfingstcamp mit insgesamt 100 Teilnehmern durchgeführt. Auf dem „Jugendforum“ des BFPs in Hameln wurde vom 16.–20. Mai 1986 das erste „Bundescamp“ der Rangers ab dem 12. Lebensjahr durchgeführt. Von den etwa 12 teilnehmenden Stammposten waren rund 120 Rangers gekommen. Die Arbeit wuchs so schnell, dass bereits 1989 Deutschland in zwei Distrikte aufgeteilt wurde und 1993 konnte die Stammpostennummer 100 an Berlin 1 vergeben werden. Im Mai 1995 vor dem Eurocamp in Dänemark wurde Gerd Ersfeld aus Moers neuer Bundesleiter. Es folgten noch zwei weitere Bundescamps 1997 mit 3000 und 2005 mit unglaublichen 10000 Teilnehmern. Im März 2008 wurde Peter Lehmann zum neuen Bundesleiter gewählt und inzwischen gibt es über 330 aktive Stammposten mit insgesamt 15.700 Pfadfindern.

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Deutschland.